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Posts Tagged ‘Luang Prabang’

Zwei Tage auf dem Mekong


Auch in den letzten beiden Tagen in Luang Prabang haben wir es ruhig angehen lassen. Unser Hauptaugenmerk war eigentlich auf die bevorstehende Mekong-Fahrt gerichtet.

Vorgestern um 7 Uhr war es dann soweit: Ein Minivan brachte uns zu dem neuen Bootspier, das etwa 8 km außerhalb der Stadt errichtet wurde, hier ist der Standort. Das Wort „Pier“ hört sich ganz großartig an, in Wirklichkeit fanden wir einen Schuppen vor, in dem die Tickets verkauft wurden. Der Zugang zum Boot erfolgte zunächst über eine Steintreppe, die sich im unteren Teil in ausgetretene und rutschige Sandstufen fortsetzte. Dann noch eine kurze Hühnerleiter, und wir waren mit dem Gepäck auf dem Boot.

Dieses fuhr auch fast pünktlich ab, und als es Fahrt aufnahm, wurde es richtig frisch. Da taten uns die speziell für diesen Anlass mitgebrachten dünnen Daunenjacken hervorragende Dienste. Leider war der Himmel die meiste Zeit wolkenverhangen, so dass es auch im weiteren Verlauf des Tages nicht merklich wärmer wurde.

Nach knapp 9 Stunden Fahrt erreichten wir unser Etappenziel: Pakbeng, ein „skurriler Ort, in dem der herbe Charme eines Holzverladehafens mit der Atmosphäre eines Traveller-Hotspots zusammenprallt.“ (Loose, Reisehandbuch Laos) Hier liegt Pakbeng.

Als sehr mühsam gestaltete sich das Aussteigen: Wir mussten mit dem kompletten Gepäck einen Sandhügel empor klettern und kamen dabei kaum vorwärts, weil wir keine feste Auftrittsfläche hatten, bei jedem Schritt ins Rutschen kamen und des Öfteren das Gleichgewicht verloren. Das waren wir über die Hilfe von 2 Einheimischen doch recht dankbar. Wir bedanken uns bei ihnen mit einigen Kip und konnten uns dadurch unsere Übernachtung selbst suchen. –

Gestern Morgen ging es dann ganz passabel über eine Treppe fast bis zum Boot. So kalt wie am Vortag war es auch nur anfangs, dann kam die Sonne und es wurde ein sehr entspannter Tag auf dem Mekong. –

Nach 8,5 St. Fahrzeit landeten wir in der Grenzstadt Huay Xai. Von der Grenzpassage über die neue Brücke nach Thailand berichte ich dann morgen.

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IMG_2017Die letzten Tage in Luang Prabang: Auf dem Gelände des ehemaligen Königspalastes
IMG_2018Obst zum ReinbeißenIMG_2019

IMG_2021Kalt war’s
IMG_2020Hier wird mit Zocken die Zeit vertrieben.
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IMG_2050Sehr viele Einheimische waren an Bord, verließen unterwegs das Schiff oder stiegen zu.

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Elefantencamps bei Luang Prabang


Angeregt durch den Bericht im Loose Reiseführer haben wir heute einen Roller gemietet, um das dort erwähnte Elefantendorf zu besuchen. Man fährt einen Großteil der Strecke über die derzeit noch in Bau befindliche großräumige Umgehungsstraße von Luang Prabang. Irgendwann steht ein Elefanten-Plakat mit Pfeil nach links. Wir sind diesem gefolgt, kurz danach über eine neue Brücke gefahren, dann sofort nach rechts, immer der Beschilderung nach. Die Straße wurde zur Piste, manchmal recht übel mit dem Roller zu befahren. Nach etwa 2 km landeten wir bei 14 Elefanten, die mit angelegtem Tragegeschirr in der prallen Sonne standen und auf Reitgäste warteten. Doch außer uns gab es keinen einzigen Besucher, und das um 11h. Eine Stunde durch den Fluss reiten sollte 25 USD kosten, eine Handvoll Bananen zum Füttern incl. der Möglichkeit, davon ein Foto zu machen, 50.000 Kip, das sind 5,50 €. Wir verzichteten gern auf beides, zumal das Camp absolut trostlos aussieht, ein Ritt ausschließlich im Wasser nicht besondere Spannung versprach und generell alles überteuert war.

Wir schauten dann auf unsere GPS-Map auf dem Smartphone und mussten feststellen, dass wir uns in einem Camp namens „All Lao Elefant Camp“ befanden. Dessen Schlaumeier hatten die Bekanntheit des Elefant Village, das sich in Ban Xienglom befindet, ausgenutzt und versucht, den „Besucherstrom“ mittels Straßenschilder zu ihrem Camp zu leiten.

Wir fuhren also die Sand- und Schotterpiste bis zur Brücke zurück und dann die Hauptstraße den Nam Khan entlang, bis wir nach einiger Zeit unser Ziel erreichten, das Elefantendorf in Ban Xienglom. Es hat eine wirklich schöne Lage, doch als wir die Preise sahen, stockte uns der Atem: Eintritt 10 USD, eine Stunde Elefantenreiten 30 USD, 20 Minuten Baden mit eigenem Elefanten 35 USD, Benutzung des Swimmingpools 10 USD – nein danke, nicht mit uns!

Wir fuhren dann zurück nach Luang Prabang und besuchten mit dem Roller, der uns bis zum Abend noch zur Verfügung stand, noch einige Außenbezirke der Stadt, die wir per pedes nicht erreichen konnten.

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Kategorien:Laos 2015 Schlagwörter: , ,

Luang Prabang (2)


Ein gaaaanz gemütlicher Tag: Ein wenig Herumschlendern, die Hauptstraße hoch, die Straße am Mekong zurück. Zwischendurch haben wir die Tickets für unsere 2-tägige Mekong-Bootsfahrt nach Thailand gekauft und ein paar Tempel in Augenschein genommen.

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IMG_1935Zebrastreifen, nur für Frauen 😉

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IMG_1939Tempelszenen

IMG_1940-0Alte Malereien: Szenen aus Buddhas Leben in Indien

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Kategorien:Laos 2015 Schlagwörter: ,

Luang Prabang (1)


Wir sind gestern in Luang Prabang angekommen, der schönsten Stadt Südostasiens und auch unsere Lieblingsstadt. Wir sind jetzt das vierte Mal hier und empfinden die entspannte Atmosphäre sehr wohltuend. Auch scheinen deutlich weniger Touristen als sonst in der Stadt zu sein, so leer wie heute Abend habe ich den wirklich schönen Nachtmarkt noch nicht gesehen.

Unser Standort.

Wir sind heute einfach ein wenig herum gelaufen, nicht zuviel, denn heute war einer der wenigen heißen Tage unserer bislang 7wöchigen Reise. Besonders genossen haben wir die Überbrückung der Mittagszeit unter den Bäumen eines Restaurants am Ufer des Nam Khan, der hier in den Mekong mündet.

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Kategorien:Laos 2015 Schlagwörter: ,

Nach Thailand


Die Fahrt mit dem „VIP-Sleeperbus” von Luang Prabang nach Vientiane war extrem anstrengend. Der Busfahrer hielt mehrfach unterwegs und ließ zusätzliche Leute einsteigen. Diese legten sich dann in die beiden Gänge, und Kollisionen mit de in den unteren Kojen schlafenden Fahrgästen waren unvermeidlich. Der Bus selbst war jedoch in tadellosem Zustand und steckte alle Bodenunebenheiten ohne Murren weg.

Um 5:20h nach 9 Stunden Fahrzeit erreichten wir schließlich den weit außerhalb liegenden Busbahnhof von Vientiane. Nach mehreren Telefonaten und 3 1/2 Stundem Wartezeit wurden wir dann endlich vom Pick-Up-Service des zuständigen Reisebüros abgeholt.

Bis um 15:00h hatten wir nun Zeit für die Besichtigung von Vientiane, aber was eigentlich anschauen? Die Stadt gibt nicht allzuviel her, und dieses Wenige hatten wir uns bereits im Jahr zuvor angetan, und ich selbst weitere Jahre zuvor.

Also fuhren wir angesichts der großen Hitze erst einmal mit dem Tuk-Tuk zum Talad Sao, einem großen Marktgebäude, von dem ich wusste, das es klimatisiert ist. Dort gingen wir ein wenig bummeln, später besuchten wir dann ein vorzügliches Café mit französischen Gebäckspezialitäten – nicht gerade billig, aber schließlich hatten wir noch ein paar Kip übrig, die wir nicht unbedingt in’s Nachbarland mitnehmen wollten.

Am Bahnhof Thanaleng (Laos) absolvierten wir die üblichen Ausreiseformalitäten, fuhren mit dem Zubringerzug in’s thailändische Nong Khai, wo wir die 15-tägige Einreisegenehmigung erhielten..

Dann ab in den Zug nach Bangkok, wo wir uns schon auf unser Zweier-Schlafabteil freuten, um uns endlich mal auszustrecken. Aber vorher ging noch die Speisenkarte um, aus der wir Tom Yam wählten, das wir in Laos so lange vermisst hatten. Einhelliges Urteil: Selten dieses Gericht so hervorragend gegessen, perfekt abgestimmt mit Zitronengras und Lorbeerblättern, und dazu noch eine Menge wohlschmeckendes Hühnchenfleisch!

Gleich wird unser Schaffner kommen und uns die Betten beziehen. Nach der anstrengenden letzten Nacht hoffen wir auf guten Schlaf.

Fotos hier und hier

CU

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Chinesen – nein danke


Sie sind hier in Luang Prabang kurz vor dem Tag des chinesischen Neujahrsfests eingefallen, plötzlich waren die Straßen verstopft mit fetten SUVs mit blauen Nummerschildern. Und momentan werden es täglich mehr, so hat es den Anschein. Sie werden insgesamt etwa 10 Tage feiern. Wenn’s ja nur das wäre.

Wir haben diese Leute in den verschiedensten Situationen gesehen, auf der Straße, beim Essen oder feiernd als Gruppe. Überwiegend absolut unsympathisch, wenn nicht gar abstoßend. Sie sind fast immer laut, wenn sie zu mehreren sind, sie rotzen ihr Nasensekret auf den Boden, spucken bei Tisch die unverdaulichen Teile einfach auf den Fußboden statt auf eine Papierserviette. Und wenn man Pech hat, rülpsen sie einem direkt ins Gesicht.

Auch Ellebogenmentalität spielt eine große Rolle, schließlich will man ja ganz vorne mitspielen.

Das sind so die Chinesen, wie wir sie hier in Luang Prabang um die Zeit des chinesischen Neujahrsfestes erlebt haben. Kann ma diese Erfahrungen nun auf ein ganzes Volk ausdehnen? Wahrscheinlich nicht, denn die Mehrzahl dieses Volkes ist sicher arm und hat mit Prolo-Auftreten nichts im Sinn. Immerhin haben mich diese letzten Tage hier gelehrt, intensiv darüber nachzudenken, ob ich dem Reich der Mitte wirklich einen Besuch abstatten möchte, was mich bislang immer gereizt hatte …

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Nachtrag: Nachdem ich obige persönliche Eindrücke nieder geschrieben habe, die bei meinen Lesern sicher auf geteiltes Echo gestoßen sind, habe ich mich mit mehreren Laoten unterhalten. Sie schätzen die Chinesen aus den gleichen Gründen genauso wenig wie wir, obwohl sie natürlich gerade in dieser Zeit gute Geschäfte mit ihnen machen …

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Tempelrunde in LP


Heute haben wir uns mal etwas intensiver die diversen Tempel auf der Halbinsel Luang Prabang angesehen – trotz großer Hitze. Aber schließlich tat es doch gut, sich selbst etwas zu fordern.

Mittlerweile haben sich für Frühstück und Abendessen gewisse Usancen herausgebildet. Starter am Vormittag ist meistens ein Obstsalat mit Joghurt, zusammen mit einem Mango-Shake. Mittags gibt es nichts oder nur eine heimische Nudelsuppe, abends marschieren wir in die Fressgasse, wo es vieles recht günstig gibt. Uns schmecken besonders die am Stock gegrillten Süßwasserfische und diverse Teile vom Hähnchen, ebenfalls vom Rost. Das scheint uns hygienisch einigermaßen einwandfrei, während wir bei den Nudeln und Gemüsen, von denen man sich zum Fixpreis einen Teller füllen kann, doch eher unsere Bedenken haben.

Fotos

CU

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