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Posts Tagged ‘Bus’

Sleeper nach Pakse


Auch diesmal gibt es von der Busfahrt Interessantes zu berichten. Abfahrt 20.40h in Vientiane, nachdem uns ein hoffnungslos überladener Minivan (13 Fahrgäste auf 11 Sitzen) zur Busstation weit außerhalb der Hauptstadt gebracht hatte.
Im Sleeper-Bus hatten wir die erste Doppel-Koje links und von daher einen guten Überblick, was sich klo- und fahrermäßig so tat. Die Koje war gefühlte 1m breit, in der Koje gegenüber spielten 4 junge Schweizer Karten, die Jungs bemühten sich zwar, leise zu sein, wurden jedoch mit zunehmendem Alkoholkonsum automatisch lauter, und das ging so bis weit nach Mitternacht.
Irgendwann hielt der Bus dann wegen eines Reifenbrands abrupt an, der aber offenbar nicht überraschend kam, denn schon vorher hatten die beiden Fahrer die Reifen peinlichst inspiziert. Bei dieser Gelegenheit erhielt übrigens der Motor eine zusätzliche Kühlung in Form eines Eimers Wasser…
Ansonsten großes Lob an die Bordcrew, die es immer wieder schaffte, die von besoffenen Fahrgästen vollgek… Toilette recht zügig zu reinigen.
Als ich dann nach 5 Uhr einmal fest eingeschlafen war, kam schon bald der Weckruf „Pakse“, und kurz darauf stürmten nach dem Halt des Busses TukTuk- und Taxifahrer den Bus.
Einchecken konnten wir in unserem Guesthouse erst mittags, und so spazierten wir gemütlich an den Mekong, um uns dort mit einer Cola zu erfrischen.
CU

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Burmanische Buserlebnisse

17/02/2010 2 Kommentare

Gebucht war der Morgenbus von Hpa-an nach Yangon, von wo ich am nächsten Tag nach Thailand weiter fliegen mußte. Ich hatte mir das Bus-Ticket rechtzeitig besorgt und einen vernünftige Sitzplatz in vorderen Bereich erhalten. Um 6.30 h sollte ich mich mit meinem Gepäck vor dem Ticketbüro einfinden. Als ich bereis am Vorabend in meinem Guesthouse auscheckte, sagte mir der Besitzer jedoch, dass mit der Abfahrt frühstens um 7.30 h zu rechnen sei.
Natürlich hörte ich nicht auf ihn, ich konnte es schließlich nicht riskieren, den Bus zu verpassen.
Am nächsten Morgen stand ich also überpünktlich auf der Matte und wartete geduldig. Natürlich kam der Bus nicht pünktlich, und so frühstückte ich erst einmal in einem nahe gelegenen Cafe, den Busstopp ier fest im Auge. Endlich war es soweit, der Bus kam mit etwa 45 Minuten Verspätung – und war schon voll mit Einheimischen besetzt. Nachdem ich vergebens versucht hatte, mir mit meinem Gepäck Zugang zum Inneren des Busses zu verschaffen – weitere Mitreisende scheiterten ebenfalls – griff die resolute Leiterin des Ticketbüros ein. Nahezu alle Personen mussten aussteigen und warten, bis die reservierten Plätze eingenommen waren. Dann wurde das Gepäck verstaut. Da die Gepäckklappen offenbar bereits voll waren (vielleicht gab es auch keine?), musste im Bus jeder freie Winkel unter den Sitzen für das Gepäck genutzt werden. Das führte in der Folge natürlich zu sehr beengten Platzverhältnissen. Dann durften die draußen Wartenden wieder einsteigen, und auch ihre Habe wurde untergebracht. Nachdem alle Reisenden wieder im Bus waren, wurden Mini-Plastkhocker im Mittelgang aufgestellt, so dass jetzt jede Reihe aus 6 Sitzen bestand. Wer hier keinen Platz fand, das waren so zwischen 10 und 12 Personen, drängte sich hockend und stehend zwischen Fahrer und Ausgang und auch halb im Freien auf den Trittbrettern. Unterwegs hielten weitere Laute den Bus an und wurden auch mitgenommen nach dem Motto: „Einer geht immer noch.“
CU

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Reisen in Burma


Eigentlich hatte ich es mir schwieriger vorgestellt, innerhalb Burmas zu reisen. Die Realität hat aber gezeigt, dass alles ziemlich easy ist, nicht viel anders als in anderen südostasiatische Ländern, obwohl große Teile des Landes für ausländische Besucher gesperrt sind. Anlaufstellen für Infos jeglicher Art, Tickets etc. sind die Guesthouses und Travel Agencies, von letzteren gibt es mittlerweile in den touristischen Hauptorten etliche. Weiterhin gibt es das staatliche Fremdwnverkehrsbüro MTT, hier soll es angeblich alle aktuellen Reiseinfos geben. Es ist uns allerdings auf unserer Reise nicht gelungen, eines dieser Büros zu besuchen, da entweder nicht auffindbar oder zu weit von den Orten entfernt, an denen man sich als Traveller gemeinhin aufhält.
Es gibt für den Fernverkehr die Transportwege Straße, Wasser, Luft und Schiene.
Zu Schiene kann ich nichts sagen, da ich die Bahn nie benutzt habe. Aus den Reiseführern weiss ich jedoch, dass die Bahn langsam und oft mit viel Verspätung fährt.
Einen Flieger hätten wir beinahe genommen, und zwar von Mandalay in den Norden nach Bhamo. Von dort wollten wir dann mit dem Boot zurück nach Mandalay fahren. Nach etlichem Hin und Her im Büro der staatlichen Fluggesellschaft (siehe den entsprechende Blogeintrag bei Mandalay) buchten wir letztendlich doch nicht, und der Flug fiel aus. Von anderen Reisenden habe ich übrigens ähnliche Stoties gehört, offenbar werden Flüge gecancelt, wenn nicht genügend Touristen mitfliegen, die ein Mehrfaches des Flugpreises für Einheimische zahlen.
Der Grund für unsern Flugverzicht lag in einer Information, die wir kurzfristig von einer Travel Agency erhalten hatten, dass nämlich wegen Wassermangels das Expressboot nicht fahre. Ob das wirklich den Tatsachen ensprach, kann ich nicht so recht beurteilen, immerhin traf ich später Reisende, welche die volle Strackw von der chinesischen Grenze bis nach Mandalay mit dem Boot bewältigt hatten.
Bleibt als letztes Fortbewegungsmittel über Bus und Auto zu berichten. Ein „shared taxi“ hatten wir uns von Mandalay zum Inle-See geleistet, denn der Bus muss einen weiten Umweg fahren, da für ihn die Straßen im Gebirge zu steil sind. Wir saßen zu Viert in einem ganz passablen Toyota-PKW. Sammelstelle und Startpunkt für alle Passagiere war die Taxi-Zentrale, ein unscheinbares kleines Büro, an dem wir glatt vorbei gelaufen wären, hätten wir es ohne fremde Hilfe finden müssen. Wie ich später erfuhr, besteht zwischen Inle und Mandalay ein täglicher Pendelverkehr mit diesen „shared taxies“.
Busse gibt es in Burma wie überall in verschiedenen Qualitätsstufen, vom einfachsten Reionalbus, den auch die Einheimischen nutzen, bis zum komfortablen „VIP“-Bus mit AirCon. Entsprechend gestaltet sich natürlich das Preisniveau. Heisere Strecken lassen sich recht bequem mit Nachtbussen zurück legen, wobei man dabei mit mehreren Schlafunterbrechungen durch Fahrer-Pausen an Raststätten und Polizeikontrollen rechnen muss. (Bei letzteren werden die Ausländer genaustens mit ihren Passdaten registriert.) Sleeper-Busse wie in Vietnam oder Thailand kennt man übrigens in Burma nicht.
Die Vorteile des nächtlichen Reisens liegen auf der Hand: Zeitersparnis und keine Kosten für die Unterkunft; Nachteile: Man sieht nichts von der Gegend und landet oftmals im Dunklen in einem außerhalb des Zielortes gelegenen Busbahnhof, wo man dann völlig den dort wartenden Taxi- oder TukTuk-Drivern akusgeliefert ist.

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