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Posts Tagged ‘Jaisalmer’

Abendstimmung in Jaisalmer

10/02/2009 1 Kommentar

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Die „goldene“ Stadt

07/02/2009 2 Kommentare

So wird Jaisalmer auch genannt, eigentlich keine Ahnung, warum. Die vorherrschende Farbe ist Rot – morgens bei Sonnenaufgang, abends bei Sonnenuntergang und tagsueber auch. Die Festung ist erbaut aus rotem Sandstein, so scheint es.

Nachdem wir heute den gesamten Tag ausschliesslich in Jaisalmer verbrachten, haben wir doch wesentlich intensiver als gestern die Atmopshaere schnuppern koennen, und beide sind wir zur Ueberzeugung gekommen, dass uns diese kleine, ueberschaubare Stadt ausnehmend gut gefaellt. Die Wege sind relativ kurz, von unserem Guesthouse im Fort selbst durch die Tore in die ausserhalb liegende Stadt ganz gemuetliche 15 Minuten. Die Haendler sind wirklich ganz zahm und die Leute ungemein freundlich. Ruhig schlafen kann man nachts auch, es ist einfach kaum Betrieb in der dunklen Tageszeit.

Haute Morgen um 7.30 h habe ich mich aufgemacht und bin durch die gerade heller werdenden Gassen des Forts spaziert, konnte den Schein der hoeher steigenden Sonne an den Hauswaenden empor kriechen sehen. Die Muellabfuhr in Gestalt einer Frau im Sari begegnete mir kurz nachdem ich das Hotel verlassen hatte. Allerdings befand sich diese in direktem Konkurrenzkampf mit einem Rindviech, das ihr die aufgesammelten Abfaelle aus dem Wagen klaubte.

Ich verliess dann die Festung und traf ausserhalb des letzten Tors ein sehr lebhaftes Treiben an, ein krasser Kontrast zu der Verschlafenheit der Oberstadt. Ich machte mich erst einmal aus dem Staub und wanderte im Uhrzeigersinn um die Festung. Ich habe leider nicht auf die Uhr geschaut, aber nicht laenger als schaetzungsweise 45 Minuten duerfte diese Aktivitaet gedauert haben, woraus sich auf die Groesse des Forts schliessen laesst.

Danach hatte ich mir meinen Chai redlich verdient, und vor dem ersten Festungstor boten mehrere Staende dieses typische Getraenk an.  Die Zubereitung in dieser Form war fuer mich neu> Ein grosser Kessel auf dem Feuer, gefuellt mit Wasser, Tee und Milch, alles zusammen mit einer kleinen Hand voll spezieller Gewuerze gekocht, dann ueber einen Stoff-Filter in kleine Glaeschen gesiebt. Ah so, kraeftig suess war es, irgendwie recht nahrhaft …

Nach einem ausgiebigen Fruehstueck auf unserem View Point im Hotel – europaeisch mit scheusslich schmeckendem Nescafe (nie wieder) – verbrachten wir den Rest des Vormittags bei der Besichtigung des Stadtpalastes. Konkrete Infos zu diesem Bauwerk werde  ich zu spaeterer Zeit in meinem kompletten Reisebericht veroeffentlichen, zu suchen unter http://www.geo-reisecommunity.de/suche?searchTerm=klarinos ausfuehren. Nur so viel sei kurz gesagt: Es war sehr interessant, und auf dem hoechsten Punkt, einer grossen Plattform, die gleichzeitig auch den hoesten Punkt der Stadt darstellte, sah man wirklich in allen Richtungen nach unten. Absolut sehenswert, dieses Gebaeude.

Der Nachmittag diente der erneuten Umrundung der Festung, diesmal mit Markus, wobei wir einmal in deas „Desert Festival“ schauen wollten, das die naechsten Tage auf einem grossen Platz ausserhalb stattfindet. Wir liefen eine ganze Weile durch die gleissende Sonne, bis wir den Veranstaltungsort fanden, aber da war eigentlich nicht viel los. Ein paar Essensstaende, ein Kind auf dem Hochseil, eine ganze Ecke weiter war noch was, aber da hatten wir schon keine Lust mehr, dorthin zu gehen. Laut Reisefuehrer ist dies eine eigens fuer Touristen geschaffene Veranstaltung, aber irgendwie scheint dort ein Marketing-Manager gefehlt zu haben …

Nun gut, Touri-Veranstaltungen liegen uns ohnehin nicht so sehr, und so liessen wir den Tag ausklingen auf der Terrasse de 8.- Juli-Restaurants, von der aus man hautnah das Treiben auf dem Platz vor dem City Palace beobachten konnte. Uebrigens: Lassis und Speisen durchaus zu empfehlen.

Auf eine Kamelsafari in die Wueste, wie sie hier von einem halben Tag bis zu 30 Tagen angeboten wird, haben wir verzichtet. Ich selbst kenne so was von frueher her und muss es nicht noch einmal haben, und Markus ist nur begrenzt schwindelfrei und moechte sich der luftigen Hoehe auf dem Kamelbuckel incl. Geschaukel nicht aussetzen.

So werden wir morgen noch einen gemuetlichen Tag im Staedtchen verleben und dann gegen 23 h den Liegewagen nach Jodhpur, der „Blauen Stadt“ besteigen. Mal sehen, was es dort mit der Farbe auf sich hat. Ich halte Euch auf dem Laufenden.

CU

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Jaisalmer


Heute Mittag sind wir mit dem Delhi-Jaisalmer-Express von Jaipur aus in der (mittlerweile offenbar  nicht mehr so kleinen) Wuestenstadt angekommen. Die Fahrt in der 3. Klasse Sleeper AC  war fuer uns beide absolut neu und wir waren vorher schon sehr gespannt, wie das wohl so alles ablaeuft. Die Tickets hatten wir ja schon ueber die Travel Agency besorgt, nun herrschte auf dem Bahnhof von Jaipur grosse Spannung, welche – in asiatischen Laendern absolut nicht unueblichen Unwaegbarkeiten – noch so vor der Abfahrt eintreten. Nun, wir waren 2 Stunden vor Abfahrt dort, Markus ging ein wenig herum, um alles zu erkunden und kam zurueck mit der Botschaft: „Unsere Namen stehen nicht auf den ausgehaengten Listen   … „.  Er ging also fort, um dieses zu klaeren, und kam und kam nicht zurueck. Endlich war er dann doch wieder da: Er habe in einer langen Schlange stehen muessen, bis er sein Anliegen habe vorbringen koennen, aber es sei alles in Ordnung. Irgendwo sei eine Panne passiert und unsere Namen nicht auf die Liste aufgenommen, aber der freundliche Beamte hat dann die Platznummern auf das Ticket geschrieben. Uns fiel natuerlich ein grosser Stein vom Herzen, und es hat uns sehr gefreut, dass die Raeder der indischen Buerokratie uns nicht zermalmt hatten, sondern dass alles seinen ordnungsgemaessen Lauf ging.

Das Achter-Liegeabteil erwies sich als sehr zweckmaessig und gut. Natuerlich schliefen schon die meisten Leute (sie kamen wohl von Delhi), wir bezogen unsere Liegen und schlummerten auch bald. Eigentlich war es eine recht erholsame Nacht, weil wir kaum gestoert wurden.

Wir hatten uns schon vorher gefragt, warum wir unser Alter bei der Buchung angeben mussten. Ich denke, die Verantwortlichen fuer die Platzvergabe sehen schon im Vorfeld, dass sie den aelteren Reisenden nicht zumuten wollen, auf die oberste Liege klettern zu muessen. (Ich hatte uebrigens die unterste …   😉 )

Irgendwann nach Sonnenaufgang wurde dann die mittlere Liege herunter geklappt, so dass sie als Rueckenpolster fuer die auf der unteren Liege Sitzenden diente. Dann ging es noch bis Mittag weiter durch die Wueste, wobei ich diesen Abschnitt als deutlich anstrengender empfand als die Nacht.

Nach 12 h mittags landeten wir dann in Jaisalmer. Auf dem Vorplatz des Bahnhofs wurden wir umringt von einer Unmenge von Taxifahrern, die uns massiv ihre Dienste aufdraengten. So schlimm wie hier habe ich das noch nirgendwo in Asien erlebt, wir haben unser eigenes Wort nicht mehr verstanden, wenn wir uns unterhielten. Einziger Ausweg:  Zurueck ins Bahnhofsgebaeude, etwas warten und dann neuer Versuch. Siehe da: Die Taxis waren fort, und ploetzlich standen an deren Stelle Tuk Tuks. Also hin, Preis ausgehandelt und los, direkt ins Zentrum des Forts, wo es einige schoene Hotes gibt.

Wir entschieden uns fuer Desert Boy’s Guesthaus, ein 600 Jahre altes Handelshaus. Sehr geschmackvoll eingerichtet, mit Dachterrasse, und sie liessen auch mit sich handeln,  also kurz entschlossen gebucht.

Danach kurzer Rundgang durch das Fort und die umliegende Altstadt, Geldwechsel etc. Leckeres Abendessen auf der Dachterrasse von “Little Tibet“, direkt mit Blick auf die angeleuchtete Fassade des „Queens Palace“ .

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