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Posts Tagged ‘Ninh Binh’

Ninh Binh (2)

25/01/2013 1 Kommentar

Zusammen mit zwei Holländern, die im gleichen Nachtzug wie wir angekommen waren und im gleichen Hotel wohnten, mieteten wir einen Wagen mit Fahrer und besuchten den etwa 1,5 Stunden entfernten Cuc Phuong Nationalpark.
Dieses Schutzgebiet von 40×40 km Größe wurde von Ho Chi Minh initiiert und ist der älteste NP Vietnams. Hier findet sich auch eine Rescue-Station für Affen mit einigen aussterbenden Spezies. So sahen wir dort 2 Exemplare der Cat Ba Lemuren, von denen es nur noch 60 Stück gibt.

Zusammen mit einem Guide unternahmen wir eine Wanderung von etwa 6 km Länge durch den tropischen Regenwald, wobei uns der Führer oft auf Besonderheiten aufmerksam machte, die wir sonst nicht gesehen hätten. Beispielsweise wird der bei uns als Zimmerpflanze kultivierte Ficus Benjamina in dieser tropisch-feuchten Umgebung riesig groß, schlingt sich um andere große Bäume und erwürgt diese nach und nach.

Leider machte ich bei dieser Wanderung nachdrückliche Bekanntschaft mit einem Blutegel. Dieser muss durch den offenen Hemdkragen an den Körper gelangt sein, war wohl die Haut entlang abwärts gerutscht und wurde vom Bund der Unterhose gestoppt. Da es dort nicht mehr weiter ging, biss er dreimal herzhaft zu, saugte, bis er satt war, und verließ dann seinen Nahrungsgeber. Ich selbst habe von alledem nichts mitbekommen, wurde nur irgendwann auf den großen Blutfleck im Hemd aufmerksam gemacht.

Nun haben Blutegel die unangenehme Eigenschaft, mit ihrem Biss eine Substanz ins Blut abzugeben, welche die Blutgerinnung hemmt, damit die Mahlzeit leichter vonstatten geht. Mit dieser Tatsache hatte ich dann bis zum späten Abend zu kämpfen – der Biss war wohl gegen 15h –, kein Verbandszeug half, bis ich dann schließlich bei einem Apotheker, dessen Sohn wohl Arzt ist, Hilfe fand. Trotz blutstillender Wundbehandlung und perfekter Abdichtung hatte ich gleichwohl am nächsten Morgen noch Blut im Bettlaken.

Dies war dann unsere letzte Nacht im Kinh Do Hotel, dem mit dem feuchten Raumklima.

Fotos

CU

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Ninh Binh (1)


Ausflug mit 2 Motorrad-Drivern in die Umgebung, die sog. trockene Halong-Bucht.

Zunächst die 3 Grotten von Tam Coc, durch die man mit einem kleinen 2-Personen-Boot fährt, das von einer verkaufstüchtigen Bootsführerin gesteuert wird. Aber sie hatte kein Glück mit uns, ich kannte das Prozedere schon von vor ein paar Jahren.

Neu war für mich hingegen die Besichtigung einer Mini-Pagode hoch auf einem Berg, wir mussten dazu etwa 500 teilweise recht unangenehme Stufen hoch kraxeln. (Vielleicht wollten unsere Driver nur etwas Zeit schinden, doch die Aussicht von oben war wirklich schön…)

Es kamen noch ein paar Tempelchen, doch das Schönste war ohne Zweifel die tolle Landschaft mit Reisfeldern, arbeitenden Menschen, Flüssen und Karstbergen.

Fotos

CU

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Nach Ninh Binh


Mit dem Nachtzug ging es von Hue zu unser nächsten Station, Ninh Binh. Auf diese Nachtfahrt von etwa 11 Stunden hatten wir uns sehr gefreut, da wir die unteren Liegen in einem Viererabteil gebucht hatten und uns einen guten Schlaf erhofft hatten. Dies waren die teuersten Plätze, die in diesem Zug überhaupt gebucht werden konnten. Aber die Bezeichnung „Soft Sleeper” ist ziemlich irreführend, denn es handelt sich um ein Brett mit dünner, harter Matratzenauflage, auf der man dann liegt. Immerhin konnten wir uns völlig ausstrecken und auch verschiedene Schlafpositionen testen. Und da die beiden oberen Liegen leer blieben, verriegelten wir die Abteiltür und blieben fortan von jeglichen Verkäufern, die an jedem Bahnhof ihr Glück versuchten, unbehelligt.

Nach der Ankunft in Ninh Binh und Einchecken in unserem vorgebuchten Hotel („Kinh Do”) wollten wir uns einfach noch etwas ausruhen und fielen in einen todesähnlichen, mehrstündigen Schlaf … so erholsam war es im Zug offenbar doch nicht gewesen!

CU

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