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Jaisalmer


Heute Mittag sind wir mit dem Delhi-Jaisalmer-Express von Jaipur aus in der (mittlerweile offenbar  nicht mehr so kleinen) Wuestenstadt angekommen. Die Fahrt in der 3. Klasse Sleeper AC  war fuer uns beide absolut neu und wir waren vorher schon sehr gespannt, wie das wohl so alles ablaeuft. Die Tickets hatten wir ja schon ueber die Travel Agency besorgt, nun herrschte auf dem Bahnhof von Jaipur grosse Spannung, welche – in asiatischen Laendern absolut nicht unueblichen Unwaegbarkeiten – noch so vor der Abfahrt eintreten. Nun, wir waren 2 Stunden vor Abfahrt dort, Markus ging ein wenig herum, um alles zu erkunden und kam zurueck mit der Botschaft: „Unsere Namen stehen nicht auf den ausgehaengten Listen   … „.  Er ging also fort, um dieses zu klaeren, und kam und kam nicht zurueck. Endlich war er dann doch wieder da: Er habe in einer langen Schlange stehen muessen, bis er sein Anliegen habe vorbringen koennen, aber es sei alles in Ordnung. Irgendwo sei eine Panne passiert und unsere Namen nicht auf die Liste aufgenommen, aber der freundliche Beamte hat dann die Platznummern auf das Ticket geschrieben. Uns fiel natuerlich ein grosser Stein vom Herzen, und es hat uns sehr gefreut, dass die Raeder der indischen Buerokratie uns nicht zermalmt hatten, sondern dass alles seinen ordnungsgemaessen Lauf ging.

Das Achter-Liegeabteil erwies sich als sehr zweckmaessig und gut. Natuerlich schliefen schon die meisten Leute (sie kamen wohl von Delhi), wir bezogen unsere Liegen und schlummerten auch bald. Eigentlich war es eine recht erholsame Nacht, weil wir kaum gestoert wurden.

Wir hatten uns schon vorher gefragt, warum wir unser Alter bei der Buchung angeben mussten. Ich denke, die Verantwortlichen fuer die Platzvergabe sehen schon im Vorfeld, dass sie den aelteren Reisenden nicht zumuten wollen, auf die oberste Liege klettern zu muessen. (Ich hatte uebrigens die unterste …   😉 )

Irgendwann nach Sonnenaufgang wurde dann die mittlere Liege herunter geklappt, so dass sie als Rueckenpolster fuer die auf der unteren Liege Sitzenden diente. Dann ging es noch bis Mittag weiter durch die Wueste, wobei ich diesen Abschnitt als deutlich anstrengender empfand als die Nacht.

Nach 12 h mittags landeten wir dann in Jaisalmer. Auf dem Vorplatz des Bahnhofs wurden wir umringt von einer Unmenge von Taxifahrern, die uns massiv ihre Dienste aufdraengten. So schlimm wie hier habe ich das noch nirgendwo in Asien erlebt, wir haben unser eigenes Wort nicht mehr verstanden, wenn wir uns unterhielten. Einziger Ausweg:  Zurueck ins Bahnhofsgebaeude, etwas warten und dann neuer Versuch. Siehe da: Die Taxis waren fort, und ploetzlich standen an deren Stelle Tuk Tuks. Also hin, Preis ausgehandelt und los, direkt ins Zentrum des Forts, wo es einige schoene Hotes gibt.

Wir entschieden uns fuer Desert Boy’s Guesthaus, ein 600 Jahre altes Handelshaus. Sehr geschmackvoll eingerichtet, mit Dachterrasse, und sie liessen auch mit sich handeln,  also kurz entschlossen gebucht.

Danach kurzer Rundgang durch das Fort und die umliegende Altstadt, Geldwechsel etc. Leckeres Abendessen auf der Dachterrasse von “Little Tibet“, direkt mit Blick auf die angeleuchtete Fassade des „Queens Palace“ .

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