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Sukhothai – Tempelparty und Airport


Ich denke, dass sich nur die wirklich Hartgesottenen andauernd Tempel, historische Stadtmauern oder andere archäologische Sensationen anschauen können. Wir sind jedenfalls nicht aus diesem Holz geschnitzt, und so machten wir uns mit unserem Motorroller auf den Weg zu den etwa 35 km entfernten „Sukhothai Airport“, der architektonisch eine Besonderheit darstellen soll.

Auf dem Weg dorthin suchten und fanden wir auch einen Tempel – ziemlich versteckt in der Pampa, etwa 3 km von der Hauptstraße entfernt. Doch groß war unser Erstaunen, als wir im Tempelbereich mit einer großen Party konfrontiert wurden. Vor dem Tempel waren für schätzungsweise 200 Personen Tische und Stühle aufgebaut. Speisereste und Bier-/Schnapsflaschen standen noch dort, einige stark angetrunkene Einheimische luden uns auf einen Whisky ein.  

 Ohrenbetäubende Disco-Musik kam aus überdimensionierten Boxen, dazu tanzten halbnackte Thai-Mädchen auf der Bühne und Partygäste davor. Ich habe Tempel und Klöster in Thailand immer für spirituelle Stätten gehalten. Feiern ist ja ok, aber mit halbnackten Mädchen, die üblicherweise nur in voller Montur zum Schwimmen gehen und denen hier auch noch Geld zugesteckt wird …Ich verstehe es nicht.

Als einzige „Langnasen“ erregten wir verstärkte Aufmerksamkeit, bekamen immer mehr Gläser mit Whisky gereicht und machten daher, dass wir weg kamen, nicht zuletzt auch weil wir um die Gesundheit unserer Ohren fürchteten. Zur Orientierung: Wir waren mit dem Roller unterwegs, es war mittags gegen 13 Uhr und sehr heiß – keine guten Voraussetzungen zum Saufen…

Wir setzten dann unseren Weg zum Airport fort und waren dann sehr überrascht, einen kleinen, schnuckeligen Flughafen vorzufinden, der ausschließlich von Bangkok Airways genutzt wird. Die Besonderheit: Anders als gemeinhin üblich sind die einzelnen Elemente eines Flughafens dezentralisiert, und zwar in einzelnen Häusern mit thailändischer Architektur. So befinden sich Information, Ticketverkauf, Snackverkauf, Check-In-Counter, Sicherheitskontrolle und Boarding in verschiedenen Häuschen. Sogar die Toiletten hatten ihr eigenes Dach.

Alles war sehr sauber und sah absolut ordentlich aus. Das Konzept reicht offenbar aus für die vier Flugbewegungen täglich. Und die Angestellten sahen recht entspannt aus und hatten wohl auch viel Zeit. Deshalb blieb unsere Ankunft auch nicht unbeobachtet, und als wir dann den Roller nicht an der richtigen Stelle parkten – das interessiert ansonsten wirklich niemanden in Thailand, selbst wenn man eine Haustür zuparkt – wurden wir sofort von einer freundlichen Dame an die richtige Stelle verwiesen.

Im Anschluss die Fotos.

CU 

    
   

Kategorien:Thailand 2015/2016
  1. kiwilli
    17/01/2016 um 11:05

    „Ich denke, dass sich nur die wirklich Hartgesottenen andauernd Tempel, historische Stadtmauern oder andere archäologische Sensationen anschauen können.“ — Das stimmt. Ich denke, auch aus Rücksicht auf andere Blogbesucher sollten die Motive mal wechseln. Es gibt doch bestimmt auch noch Palmen, Sandstrand und bruzzelnde Garküchen 🙂

    • 17/01/2016 um 11:34

      Stimmt, da hast Du vollkommen recht! Und deshalb sind wir ja zur AirPort rausgefahren, um mal was anderes vor die Linse zu bekommen. –Palmen wirken eigentlich nur im Zusammenhang mit Wasser, Sonnenuntergang oder beidem. Und da tun wir uns hier im Binnenland ein wenig schwer, aber die nächsten Tage könnten Seen in Sicht sein. Und über brutzelnde Garküchen denke ich gerne nochmal nach, aber da fehlt eigentlich soviel, vor allem Geräusche und Gerüche… Liebe Grüße Michael

  2. kiwilli
    17/01/2016 um 12:21

    Überladene Überlandbusse, vollgestopfte Züge mit Trittbrettfahrern, alles was das ungewöhnliche Thailand schlechthin ausmacht, oder verwechsel ich da was mit Indien?? — Schneespaziergang bei Reis-Kirchen ist heute angesagt: 3,2°, 5 cm Neuschnee! Hurra! Lg, Willi

    • 17/01/2016 um 13:31

      Da verwechselt Du sicher etwas, die Trittbrettfahrer in den Zügen wollen nur eines: Rauchen! Und die 3. Klasse-Busse, mit denen wir gefahren sind, waren halb voll (oder leer )… Viel Spaß in Reiskirchen!

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