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Bali (4) und Fazit


Es ist einfach viel zu heiß, und irgendwie habe ich überhaupt keine Lust, über die letzten 2 Tage zu berichten. Und so übernehme ich ausnahmsweise gern Christas Bericht, den sie über ihren Mail-Verteiler heute morgen verschickt hat. Dem ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen:

Am nächsten Morgen sind wir mit dem Roller gleich von der Hauptstraße weg in Richtung Berge, und es wurde eine abenteuerliche Fahrt: schmales Sträßchen, Serpentinen, hier und da ein Dorf. Straßenschilder wie bei uns hab ich kaum gesehen. Die Straße wurde immer schlechter, und irgendwann war es nur noch Piste mit Löchern, so groß, dass man ein Kind darin hätte baden können. Es ging s e h r steil bergauf; ich musste mich hinten abstützen, um nicht runterzurutschen. Und dann kam der Roller an seine Grenzen; ich musste absteigen, damit die 125er es überhaupt geschafft hat.

Zwischendrin ergab sich immer wieder mal ein schönes Fotomotiv, ehe es dann auf einmal genau so steil bergab ging. Falls die Bremsen nicht in Ordnung seien, solle Micha sich an die Hangseite halten. Welchen Hang? Erst da merkte ich, dass wir auf dem Grat eines Berges Achterbahn fuhren.
Im nächsten Dorf legten wir einen Trinkstopp ein und saßen zusammen mit einigen Bewohnern auf der Treppe des Geschäfts. Es dauerte nicht lange, bis ein englischsprechender Rollerfahrer bei uns hielt, fragte, wohin wir wollen und uns den Weg beschrieb. Die Buschtrommeln hatten wieder mal funktioniert.

Wir fuhren wie geheißen und konnten schon bald einen wunderschönen Ausblick auf die Küste genießen. Das kaputte Sträßchen mündete auch schon bald in eine neue, breitere Straße, so dass wir schon bald wieder in unserem Bungalow waren (mein Po musste sich von diesem ‚Ritt‘ erstmal erholen).

Putu, der Koch, wirkte betrübt. Er schrieb uns seine Email-Adresse auf und bat, ihm zu schreiben. Aufgrund der stürmischen See gab es immer noch nur ein sehr begrenztes Angebot an Fisch, und da er wusste, dass wir gerne Red Snapper essen wollten, klapperten er und seine Tochter alle erreichbaren Märkte ab. Gestern hatten sie Erfolg, und ein ganz stolzer Putu stand mit den Fischen vor uns, die einen gelungenen Abschluss unseres Bali-Aufenthaltes bildeten.

Die Insel hat nichts mehr gemein mit dem Paradies, das ich vor 30 Jahren hier kennengelernt habe. Der Müll, und hier ganz besonders der Plastikmüll, ist ein Problem, das man offensichtlich noch nicht als solches erkannt hat. In den sattgrünen Reisfeldern schwimmt er, bedeckt die Seitenstreifen der Straßen und ist einfach allgegenwärtig. Bei Westwind wird der ganze Müll von Java an den Stränden angespült. Die einzige Gegenmaßnahme: Jedes Haus verbrennt gegen Abend seinen Plastikmüll, ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen.

Ich habe beschlossen, den Ist-Zustand zu ignorieren und Bali so wie vor 30 Jahren in Erinnerung zu behalten. Die Menschen haben zum Glück nichts von ihrer Liebenswürdigkeit verloren.

Heute mittag werden wir das letzte mal bei Putu, dem Koch, essen, ehe uns Putu, der Fahrer, abholt, zum Tempel Tanah Lot fährt und von da zum Flughafen, wo unser Flieger nach Kuala Lumpur um 22.00h startet (KL ist das zentrale Drehkreuz des Billigfliegers Air Asia); wir werden noch mal ein paar Tage in Malakka verbringen, ehe dann am 6.2. unser Flug nach Chiang Mai startet.

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CU

Kategorien:Indonesien/Bali 2014 Schlagwörter: , ,
  1. Eva
    30/01/2014 um 15:52

    Danke für den Bericht, ich werde ja auch noch nach Bali gehen. Hmmm…

    • 30/01/2014 um 22:01

      Überleg’s Dir gut, falls Du es noch canceln willst oder kannst. Wir waren heute vor den Rückflug nach KL noch in Tanah Lot – schrecklich ! Die haben den schönen Tempel von außen mit Mauern verschandelt, so dass er gar nicht mehr schön aussieht. Unmengen von (anderen) Touris und Tausende von Verkaufsbuden. Eintritt übrigens mittlerweile 30.000 IDR, die sich m.E. nicht mehr lohnen.
      So wie ich Dich in Deinem Blog kennen gelernt habe, kann ich mir vorstellen, dass Du von Bali auch enttäuscht sein wirst. Der Lack ist ab. Vielleicht schaust Du mal nach Sumatra rein, wenn Du wieder fit bist …
      Viele Grüße Michael

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