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Nach Melaka/Malaysia


Wir waren an Abend zuvor in Singapur mit Eva, Indonesierin und Chefin eines kleinen Restaurants, ins Gespräch gekommen und hatten uns längere Zeit sehr nett unterhalten. Bei dieser Gelegenheit fragten wir auch nach „Curry Laksa“, einer Nationalspeise Singapurs. Das war zwar bei ihr nicht im Angebot, sie versprach aber, es für uns am nächsten Morgen zu kochen.

Nachdem wir unsere Sachen für die Weiterreise gepackt hatten, standen wir also zur besten Frühstückszeit um 10h bei ihr auf der Matte. Und das, was sie uns dann vorsetzte, war das reinste Gedicht: Für jeden eine große Terrine sämiger Currycreme-Suppe mit reichlichem Inhalt an Hühnerteilen und Gemüse, Das Ganze unbeschreiblich gut abgeschmeckt mit mittlerer Schärfe im Abgang. Kurz gesagt: ein Traum!

Das war dann die richtige Grundlage für unseren Bus-Transfer nach Malaysia. Wir hatten schon am Vortag die Busfahrkarten gebucht, und als wir einstiegen, waren wir von der Qualität des Busses sehr überrascht. Die Sitze waren sehr breit, nur 3 in einer Reihe 2+1), insgesamt nur 27 Sitze. Und das Schönste: Die Sitze hatten eine elektrische Massagefunktion mit mehreren Arbeitsstufen.

Ja, was hätte diese Fahrt schön sein können, wenn nicht … Aber eines nach dem anderen. Die Ausreiseformalitäten an Singapurs Grenze dauerten keine 5 Minuten. Hier waren in einer sehr großen Halle eine Reihe von Schaltern geöffnet, zu denen eine Zwangsführung mittels fest montierten Stangen geschaffen war.

Nach dem Passieren der langen Brücke, welche die Grenze zu Malaysia über den Second Expressway darstellt, splittete sich einige Kilometer weiter der Verkehr in viele Spuren auf. Zwei davon sind Bussen vorbehalten. Und hier standen und standen wir, weit über eine Stunde, bevor wir an der malaysischen Immigration aussteigen durften. Und genau hier begann das Chaos. Sämtliche Passagiere der angekommenen Busse stürmten die Schalterhalle, dicht gedrängt standen die Leute bis draußen auf die Fahrbahn, wohlgemerkt mit dem kompletten Gepäck, das nicht in den Bussen verbleiben durfte. Die Zwangsführung in der Schalterhalle wurde durch Pfosten gebildet, in die Plastikketten eingehakt waren. Doch diese bildeten für die Leute überhaupt kein Hindernis; sie hakten sie einfach aus oder schlüpften unten durch, um statt Zick-Zack auf direktem Weg zu einem Schalter zu gelangen. War man erst einmal dort, so bekam man Ruckzuck innerhalb einer Minute den gewünschten Stempel in den Pass und damit eine 90-tägige Aufenthaltserlaubnis. Danach noch einmal eine Schlange vor der Security, wo jedes Gepäckstück durchleuchtet wurde. Aber dies ging so schnell, dass da bestimmt niemand mehr als nur ganz flüchtig hingesehen hat. Irgendwann saßen wir dann glücklich wieder im Bus, mussten aber noch einige Zeit auf Mitreisende warten, die das „aktive Anstehen“ offenbar nicht so beherrschten.

Die Fahrt sollte etwa 4 Stunden dauern, letztendlich wurden aber 7,5 Stunden daraus. Immerhin war unser reserviertes Zimmer noch für uns frei, und in einem benachbarten chinesischen Restaurant konnten wir noch vor Geschäftsschluss vorzüglich essen.

Fotos hier und hier

CU

Kategorien:Malaysia
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