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Diu – Indien einmal anders


Wenn nicht die bunten Saris der Frauen wären, könnte man annehme, sich in einem anderen Land als Indien zu befinden, Zu stark sind hier die Gegensätze zu den vorher durchreisten Gebieten:
• Die Verkäufer in den Geschäften erinnern an deutsches Kaufhauspersonal mit der Absicht, nicht unbedingt Umsatz machen zu wollen, sondern lieber den zwischenmenschlichen Erfahrungsaustausch zu pflegen.
• Den TukTuk-Fahrer geht es offenbar gut, sie haben feste Preise zu allen Punkten der Insel, sie halten sich angeblich daran und haben es nicht nötig, mit mehr oder weniger aggressiven Methoden um Fahrgäste zu buhlen.
• Feilschen führt auch zu nichts, die Flasche Wasser der Marke XY kostet überall das Gleiche.
• Schnapsläden und Bars gibt es in Hülle und Fülle, sie sind schon morgens kurz nach Öffnung bereits gut frequentiert. Diu wurde erst 1961 in einem Gewaltstreich von den Portugiesen befreit und wird heute zusammen mit dem Distrikt Daman als Unionsterritorium direkt von der indischen Regierung verwaltet. Aufgrund der langen Anwesenheit der Kolonialherren ist hier – ähnlich wie wohl auch in Goa – so vieles eher europäisch geprägt: der Marktplatz, umgeben von Kollonaden und Häusern im Kollonialstil, enge, verwinkelte Gassen mit äußerst prächtigen Villen, alles relativ sauber (der frische Kuhdung vom Nachmittag war am nächsten Mittag weg 😉 )
Insagesammt herrscht hier eine durchaus entspannte Atmosphäre, die Menschen sind gelassen und freundlich , also ein Ort zum Verweilen und Wohlfühlen.
Diese Beschazlulichkeit und daa umfangreiche Bier- und Schnapsangebot zu günstigen Preisen haben Diu zu einem beliebten Ausfuigsziel vor allem auch für Inder aus der „trockenen“ Nachbarprovinz Gujarat gemacht.
Wir hatten uns in ein relativ neues Hotal am Nagoa-Beach einquartiert: Zimmer top, Bad na ja, wie gehabt. Immerhin ein Balkon mit Meerblick Richting Sonnenaufgang. Für die 8 km Entfernung zur Stadt mussten wir jedesmal eine Motor-Rikscha bemühen. Das war nicht immer einfach, entweder war keine da oder der Fahrer gerade abwesend, Für die Rückfahrt abends um 22 Uhr mussten wir am zentralen TukTuk-Stand, wo normalerweise immer reichlich Transportmittel zur Verfügung stehen, fast 45 Minuten warten, bis wir ein vorbeifahrendes TukTuk abfangen konnten, dessen Fahrer uns dann mit 100 Prozent Notlagenaufschlag zum Hotel brachte. Aber sowas gibt es ja überall.
Die Weiterfahrt Richtung Mumbai erfolgte dann estmsl per PKW (2 Stunden) zum Bahnhof nach Veraval, dort bestiegen wir den Nachtzug nach Ahmedabad.

CU

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