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Kumbhalgarh und Ranakpur


Ein Tagesausflug mit dem PKW führte uns zum Fort Kumbhalgarh und zu den Jain-Tempeln in Ranakpur. Vito, ein pensionierter italienischer General, den wir in einem Travel-Office trafen, schloss sich uns an, so dass wir den Reisepreis von 1.200 Rupien (knapp 20€) dritteln konnten.
Die Route führte auf nicht besonders guten Straßen durch kleine Dörfer ohne Wasserversorgung, in denen Frauen die traditionellen Brunnen bedienten. Zunächst besuchten wir Kumbhalgarh, die zweitgrößte Festung Rajasthans, 1458 erbaut und nur ein einziges Mal von islamischen Angreifern erobert. Sehr beeindruckend die gewaltige Mauer von 12 km Länge, welche die Burg sowie diverse Tempel und andere Gebäude umschließt. Die eigentliche Burganlage liegt hoch über allem, bei brütender Hitze stellte der Aufstieg schon eine deutliche Herausforderung an unsere Fitness dar, war aber absolut lohnend, denn von oben konnten wir die Verteidigungsstruktur der Burg mit ihren verschiedenen Mauerringen klar erkennen und hatten einen tollen Blick über die gesamte Festung und deren Umgebung, ein Reservat, in dem die letzten indischen Wölfe leben.

Nächste Station waren die berühmten Jain-Tempel in Ranakpur. Der Jainismus in Indien entstand ebenso wie der Buddhismus im 6. Jh. v. Chr. als Reformbewegung gegen die autoritären Strukturen des Brahmanismus. Von den 4,5 Mio. Anhängern (0,5 % der Gesamtbevölkerung) leben die meisten im Nordwesten des Landes.

Die Jain-Tempel in Ranakpur gehören zu dem Schönsten, das die Jain-Kunst hervor gebracht hat. Beim Betreten des Haupttempels glaubte ich schied erschlagen zu werden von der Fülle an Ornamentik: Sämtliche Säulen sind aus weißem Marmor und vom Sockel bis zur Decke ringsum mit Schnutzerwien versehen – florale Motive, verschiedene Figuren uam. Von den 1.444 Säulen (lt. Reiseführer) gleicht keine einer anderen. Alles in allen: Absolut beeindruckend für uns, vielleicht das gleiche Feeling, das ein Inder verspürt, wenn er zum ersten Mal eine hochgotische Kathedrale in Europa betritt.

Die gesamte Tempelanlage besteht aus dem geschilderten Haupttempel und zwei kleineren Tempeln, wunderschön zwischen bunten Bäumen und grünen Rasenflächen gelegen, durchaus ein Ort zum Verweilen …

CU

Kategorien:Indien 2009 Schlagwörter: ,
  1. Klaus
    17/02/2009 um 20:35

    Hallo Michael ,
    habe deine Schilderrungen voller Spannung gelesen ,
    sie riefen bei mir förmlich Bilder deiner Reise herauf .
    Vielen Dank dafür ,bleib fit und weiter so .
    Alles Liebe Klaus

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